Wenn der Mobilfunkanbieter gewechselt werden soll, wünschen sich die meisten Kunden, dass sie ihre Telefonnummer behalten können. Zu groß ist der Aufwand, wenn man alle Freunde, Bekannten und Verwandten über die neue Mobilfunknummer informieren muss. Auch bei Prepaid Tarifen ist die Rufnummermitnahme beschränkt möglich.
Was ist eine Rufnummerübertragung?
Bei einer Rufnummerübertragung (auch Rufnummerportierung) kann der Kunde die alte Mobilfunknummer behalten, wenn er einen neuen Vertrag bei einem anderen Anbieter abschließt. Dabei bleibt auch die Vorwahl der Rufnummer gleich. Wenn dies gewünscht ist, kann ein Kunde seine Mobilfunknummer sein Leben lang behalten, auch wenn er den Anbieter wechselt. Dies hat allerdings den Nachteil, dass man nicht mehr wie früher anhand der Vorwahl erkennen konnte, in welchem Netz der Angerufene telefoniert.
Die Kosten für die Rufnummermitnahme
Eine Rufnummermitnahme ist in den seltensten Fällen kostenlos. Gewöhnlich wird dafür vom Anbieter eine Bearbeitungsgebühr verlangt. Allerdings muss diese Gebühr gewöhnlich nicht beim neuen Anbieter entrichtet werden; der Aufwand entsteht vor allem beim alten Mobilfunkanbieter, von dem die Nummer mitgenommen werden soll. Die Bundesnetzagentur hat festgelegt, dass diese Gebühr 30,72 Euro nicht übersteigen darf. Bei den meisten Anbietern liegt diese Gebühr bei 25 bis 30 Euro; geringere Gebühren sind selten anzutreffen.
Die Beantragung einer Rufnummerübertragung
Die Mobilfunknummer kann nur übernommen werden, wenn ein Laufzeitvertrag fristgerecht endet. Dies bedeutet, dass ein Mobilfunkvertrag ordentlich gekündigt werden muss. Bei einer vorzeitigen Beendigung ist die Rufnummermitnahme nicht möglich. Dieser Wunsch sollte am besten direkt bei der Kündigung angesprochen werden. Bei den meisten Anbietern ist es frühestens vier Monate, bevor der Vertrag ausläuft, möglich, die Übertragung der Mobilfunknummer zu beantragen. Meist kann man den Antrag aber sogar noch einen Monat nach der Beendigung stellen.
Wird dann der neue Vertrag abgeschlossen, sollte man alle Daten des alten Vertrags bereithalten, beispielsweise in Form einer Vertragskopie oder eine Rechnungskopie. Wenn schließlich der Zeitpunkt der Rufnummerübertragung gekommen ist, der nicht zwingend mit dem Ende des alten Vertrages zusammen fallen muss, ist die Nummer für kurze Zeit nicht nutzbar. Meist dauert diese Unterbrechung aber nur einige Stunden.
Rufnummerportierung bei Prepaid-Karten
Wenn der Kunde vorher einen Laufzeitvertrag hatte und nun zu einem Prepaid-Angebot wechseln möchte, ist die Rufnummerportierung nicht immer gewährleistet. Einige Anbieter, so beispielsweise o2, E-Plus und viele Mobilfunkdiscounter, bieten diese Möglichkeit überhaupt nicht an. Soll die Rufnummer übertragen werden, muss sich der Kunde jedoch zunächst einverstanden erklären, dass ein eventuell noch vorhandenes Restguthaben nicht vom neuen Anbieter übernommen wird und verfällt.
